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Wer ist wer
 
12-07-18 17:42
ADeKo-Interview (Mai, 2011): Hwang, Woo Yea
 writer : admin
 

Hwang, Woo Yea (Marburg Alumnus, ADeKo-Vorstand, amtierender Fraktionsvorsitzender der GNP)


 Wann und wo waren Sie in Deutschland

- Ich war von 1978 bis 79 an der Philipps-Universität Marburg.

 Was haben Sie dort studiert oder gemacht? 

- Ich habe Verfassungsrecht studiert.

Was hat Sie speziell dazu bewegt nach Deutschland zu gehen?
 
Während ich Richter war habe ich nach einer guten Universität gesucht, um mein Wissen im Bereich Verfassungsrecht zu vertiefen, und ich habe mich entschlossen an der Phillips-Universität Marburg zu studieren, weil diese Uni einen sehr guten Ruf hatte, und auch vor mir schon hervorragende Persönlichkeiten wie Ministerpräsident Kim, Hwang-Sik dort studiert hatten.
 Die Uni Marburg hatte für mich eine besondere Bedeutung, weil sie eine sehr geschichtsreiche, protestantische Uni ist, die 1527 eröffnet wurde, um die Zeit rum, wo gerade die protestantische Revolution auch im vollen Gange war.

 Welche Erfahrungen oder Erkenntnisse, die Sie persönlich aus Deutschland mitgenommen haben, wären Ihrer Meinung nach für Korea besonders wichtig?  

 Die Deutschen sind ein sehr moralisches Volk, und vertrauen stark der Gesellschaft, und auch persönlich tragen sie der Gesellschaft sehr viel bei. Ich habe den Eindruck bekommen, dass die Deutschen ein sehr produktives Volk sind.  
 Die Koreaner sind durch schnelles Wachstum in die Reihe der fortgeschrittenen Länder gekommen, allerdings habe ich das Gefühl, dass es den Koreanern noch am Gesellschaftssinn, und an der Bemühung, dass alle verschiedene Gesellschaftsklassen zusammen leben können, fehlt. Man sollte sich noch mehr bemühen, als Bürger eines fortgeschrittenen Staates Achtung zu bekommen und sich gegenseitig zu respektieren.

Was könnte Korea von Deutschland, und Deutschland von Korea lernen?

 Beide Völker sind sehr emsig und fleißig. Die Koreaner reagieren sehr dynamisch und aktiv auf den Wandel der Zeit. Davon könnten die Deutschen vielleicht etwas lernen. 
 Korea könnte von Deutschland lernen, wie West- und Ost-Deutschland es geschafft haben auf eine vernünftige Weise zur Wiedervereinigung zu kommen, und nach der Wiedervereinigung die gesellschaftliche Integration zu bewältigen.

Sie sind kürzlich zum Fraktionsvorsitzenden der „Grand National Partei“ gewählt worden. In letzter Zeit hört man viel von Ihnen in den Medien, dass Sie versuchen, wichtige Veränderungen in Ihrer Partei und in der Politischen Szene hervorzurufen. Was ist denn Ihr wichtigstes politisches Ziel? 

 Die Stärkung der Mittelklasse, so damit Südkorea weiterhin als fortgeschrittenes, starkes Land weiterwachsen kann. 
 Eine Politik für das einfache Volk zu entwickeln, so damit die Lebensgrundlagen der einfachen Leute sich verbessern können, welches bis jetzt nur im Schatten des Wirtschaftswachstums stand.
  Ein fortgeschrittenes Parlament zu verwirklichen, welches auf der Augenhöhe des Volkes ist.

 

Was müsste sich Ihrer Meinung nach in der koreanischen politischen Szene wohl am meisten und am dringendsten verändern? 

  Der Parlamentarismus muss wiederhergestellt werden, so damit sowohl die regierende, wie auch die nicht-regierende Partei im Parlament zusammen arbeiten können. Das wäre ein fortgeschrittenes Parlament.

 Was wird wohl die größte politische Veränderung in Korea sein, die uns in den nächsten Jahren erwartet? Haben Sie eine Prognose? 

 Die Probleme zwischen Nord- und Südkorea werden in eine neue Phase eintreten. Man muss sich auf die Wiedervereinigung vorbereiten. 

 Man muss immer auf eine globale Wirtschaftskrise vorbereitet sein.

 Wir müssen uns für die gesellschaftliche Integration unaufhörlich bemühen, und den Mittelstand wiederherstellen, nur so wird ein nachhaltiges Wachstum möglich sein. 



 
 
 

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